Und täglich grüßt … Teil II

Schon wieder habe ich einen Kampf gegen ihn verloren. Das wurde mir heute schmerzlich bewusst, als er – lachend – die von mir getroffene Entscheidung begrüßte. Zwar betonte er, dass das Lachen nicht negativ zu verstehen sei und er würde meine Argumente warum und wieso als richtig und wichtig empfinden, dennoch weiß ich, dass es damit für ihn wieder gut läuft.

Über ein dreiviertel Jahr habe ich dem Druck stand gehalten. Nun musste ich doch zurück weichen und mich – einmal mehr – geschlagen geben. Das ärgert mich nicht nur, es wirft mich innerlich fast 2 Jahre zurück und ich suche fieberhaft nach dem Fehler. Zwar habe ich ihn ein Stück weit getroffen und mit meiner neuen Taktik verwirrt – doch zum Schluss hat es nicht gereicht. Mir bleibt allein die Genugtuung, sein Ego verletzt und den Druck – wenn auch nur kurz – auf ihn übertragen zu haben. Am Ende bleibt aber auch bei dieser Erkenntnis ein schaler Beigeschmack haften.

Ich hätte gerne für sie alle mehr erreicht und ein Ergebnis produziert, dass sich sehen lassen kann. Doch nun gestalte ich nur die Richtung des Arbeitgebers und selbst dass wird mir durch meine eigenen Leute erschwert. Ich kann es ihnen nicht verdenken, dennoch bringt es nichts, den Kopf in den Sand zu stecken und erneut die Arbeitgeberseite ohne Führung werkeln zu lassen. Was dabei heraus kommt zeigen die letzten Jahre und die wirtschaftlichen Ergebnisse. Ich möchte nicht in einem Jahr den Untergang verhandeln, sondern jetzt eine Art Rettungspaket aufsetzten. Doch ob ich dafür die Mehrheit bekomme, wage ich zu bezweifeln, auch und vor allem angesichts der Versprechungen der anderen Seite vor zwei Jahren. Das Vertrauen ist dahin und auch ich werde es nicht mehr aufbauen können, zumal das nicht mal zu meinen Aufgaben gehört.

Ich möchte in diesem Jahr das Projekt zukunftsgestaltend beenden und damit wenigstens die Weichen stellen, wenn ich auch – hoffentlich – die Ergebnisse nicht mehr werde erleben können. Für diesen Bereich und einige weitere tut mir meine eigene Entscheidung leid, jedoch kann in jedem Wechsel auch eine Chance stecken, jemanden dazu zu bekommen, mit dem er nicht mehr so links herum tanzen kann.

Und ich hasse es, mit ihm zu tanzen.

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