Dabei gibt es so viel mehr …

… was mich beschäftigt.

Dennoch musste ich dieser letzten Gegebenheit einen ganzen Text, einen gesonderten Eintrag, geben.

Es ist so viel mehr, was mich belastet und über was ich nachdenken muss.

Ich denke daran meiner Mutter ein Angebot für ihre Haushälfte zu machen. Nicht, weil ich das Haus unbedingt haben möchte oder in der Familie halten will. Das Haus an sich ist mir egal. Doch die Unruhe in allen Beteiligten ist so groß, dass ich es für eine der besten Lösungen halte, um Ruhe einkehren zu lassen. Ich nutze dabei einfach die Möglichkeit der Großen und Mächtigen und kaufe mir mit einer gewissen Summe die Ruhe, die ich in meinem Umfeld brauche. Ruhe davor, eine Entscheidung wegen dem Hund zu treffen und Ruhe davor, meinen Vater vielfältig unterstützen zu müssen, wenn er ausziehen muss. Ich erkaufe mir die Ruhe vor den Diskussionen an allen Tagen, an denen sich die Familie trifft und sich mit Gedanken bewirft über was wäre wenn und wenn nicht. Ich erkaufe manchen Beteiligten ruhigere Nächte und weniger Tränen. Das alles kann ich mit Geld kaufen und es ekelt mich an, dass es Menschen in meinem privaten Umfeld gibt, die diese Unruhe erzeugen und mit Geld zum schweigen gebracht werden können.

Ich denke darüber nach, meinen Job zu wechseln. Nicht, weil mein Job mir keinen Spaß mehr macht oder ich mit dem Druck nicht mehr klar komme. Das alles trifft nicht zu und das macht das ganze so irreal. Ich muss darüber nachdenken, weil mein Arbeitgeber eine Personalentscheidung getroffen hat und mir eine Person vorsetzen wird, der ich weder genug Kompetenz in ihrem Beruf, noch die Fähigkeiten der Personalführung zuspreche. Ich durfte mehrere Jahre mit ihr arbeiten, durfte ihre Misthaufen im letzten beseitigen, die sie in ihren Arbeitsbereichen hinterlassen hat und bin dadurch der festen Überzeugung, dass es mehr um die Quote, als um Fähigkeiten und Kompetenzen geht. Wenn ich diese Ansicht laut äußere, bin ich Staatsfeind Nummer 1. Ich muss überlegen, zu springen, weil mein momentaner Chef so furchtbar feige ist, dass die Ungerechtigkeiten schon weh tun. Und ich muss wechseln, weil mir keiner sagen kann, wie genau ich mich selber entwickeln kann, um eine Treppe auf der Hierarchieebene nach oben zu steigen. Gleichzeitig schätzen mich Leute, die nicht mit mir arbeiten, als nicht Führungsfähig ein. Während andere mit der gleichen Laufbahn bereits das zweite Mal gehandelt werden, spricht man mir alles ab, was notwendig ist. Und in mir setzt sich der Gedanke fest, dass es mehr damit zu tun hat, dass ich nicht immer tue, was sie sagen, sondern was ich als richtig empfinde. Dass ich zu unbequem bin. Es ekelt mich an, diesen Gedanken weiter zu führen, denn er bringt nur Wut mit sich, aber er hat sich eingenistet. Dabei habe ich die offensichtliche Geschlechterfrage noch gar nicht geklärt.

Ich denke darüber nach, mich zu verändern, während ich mir gleichzeitig Fussfesseln anlege, die mich halten wo ich bin, um andere Ziele zu erreichen. Das alles beschäftigt mich und dennoch habe ich erst angefangen zu schreiben, als er wieder in meinen Gedanken war.

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